Schweizerischer Verband der in Haptonomie ausgebildeten Gesundheits -, Sozial - & Lehrpersonen

... der menschliche Umgang

 

Die Haptosynesie hilft Ängste und Befürchtungen zu überwinden, die mit den Grenzen oder Einschränkungen einhergehen, welche durch eine Behinderung, Krankheit oder am Ende des Lebens aufkommen.

 

Die Haptosynesie, die an den Lebenswillen des hilfsbedürftigen Menschen appelliert, befasst sich nicht nur mit seiner Krankheit oder mit seiner Behinderung. Darüber hinaus berücksichtigt sie, mit allen der Person zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, ihre persönliche Eigenheit, sowie ihre Fähigkeit den Sinn ihres Lebens wieder zu finden.

 

So ist es im Wesentlichen der Mensch selbst, der seine Fähigkeiten und Ressourcen mobilisiert. Er entdeckt, dass er trotz seiner Behinderung mitten im Leben bleiben kann. Dass er nach wie vor er selbst ist, mit seinen eigenen Werten, Gefühlen und Empfindungen und in Beziehung zu seinen Mitmenschen.

 

Eine der Auswirkungen der haptonomischen Beziehung soll wegen ihrer vorrangigen Bedeutung in der Haptosynesie unterstrichen werden. Es handelt sich um die Änderung dessen, was wir den Repräsentations-Tonus nennen.

 

Dieser in einer solchen Beziehung ganz spezifische Tonus - charakterisiert durch Weichheit und Elastizität – erleichtert allein schon die Mobilisierung. Jedoch ist folgendes zu verstehen: Über die Erleichterung hinaus (während einer technischen Handlung), ist dieser sehr spezifische Tonus Zeuge und Ausdruck des Erlebens beseelter Leiblichkeit. Er bringt ein völlig anderes Schmerzerleben mit sich, was Linderung bedeutet.

 

Daraus folgt der gewaltigee Nutzen der haptonomischen Beziehzng in allen Situationen: bei schmerzhafter Mobilisierung während der Pflege, in der Wiederherstellung der Autonomie der Bewegung, sowie in der Palliativpflege.

 

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